Sommer im Pool! Mitschwimmen oder Eintauchen?
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In diesem Projekt ist vom Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) und der Poliklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie (Universität zu Lübeck und Universitätsklinikum) ein zielgruppengerechtes Webangebot zur Drogenprävention und Drogenberatung aufgebaut worden (www.xtc.mesh.de). Das Vorhaben war durch die Beobachtung motiviert, dass sich im Bereich der sog. "Partydrogen" (speziell Ecstasy - XTC) eine Klientel findet, die einerseits den klassischen jugendpsychiatrischen Beratungsangeboten zunehmend entfremdet ist. Andererseits aber bedient sich diese Zielgruppe in starkem Maße der Neuen Medien auf der Basis des Internets und verbindet diese Aktivitäten mit einem spezifischen Lebensgefühl. Dieser Zusammenhang wird mit Hilfe eines WWW-Angebots genutzt, um durch die entsprechenden elektronischen Medien die Zielgruppe, d.h. Jugendliche mit Abhängigkeitsproblemen und ggf. auch deren Bezugspersonen, gezielt anzusprechen.
Zur Themenpalette gehören Sachinformationen über die Wirkung, Herkunft und chemische Zusammensetzung von Ecstasy. Weiter werden wichtige mit Drogenkonsum und Abhängigkeit zusammenhängende Fragen beantwortet und Wege zur Unterstützung im Notfall aufgezeigt. Die XTC-Site bietet auch die Möglichkeit zum direkten E-Mail-Kontakt zwischen einem Betroffenen und einem erfahrenen Therapeuten. Ein erklärtes Projektziel war es, Gestaltungs- und Benutzungskonzepte zu erproben, die den Zugang zur Information möglichst niedrigschwellig machen. Dies soll einerseits durch eine zielgruppengerechte Ästhetik und Informationsdarstellung erreicht werden. Ausserdem wird für die Behandlung der hochsensiblen Daten maximale Vertraulichkeit garantiert. Deshalb werden zusammen mit der Landesstelle für den Datenschutz Schleswig-Holstein (heute Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, ULD) technische Konzepte der Anonymität und Unbeobachtetheit zwischen den Kommunikationspartnern prototypisch realisiert und erprobt.
Das Informationsangebot von XTC wird aufgrund seiner allgemein als wertvoll eingeschätzten Inhalte bis auf Weiteres weiterhin bereitgestellt. Die anonyme Beratung kann jedoch nicht mehr online geleistet werden.
Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Universität zu Lübeck - Universitätsklinikum (bis Nov. 1999)
Dr. Ruhl
Institut für Psychologie,
Universität Bremen (seit Nov. 1999)
Dr. Ruhl
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz
Schleswig-Holstein
Dr. H. Bäumler
M. Koehntopp
Forum der Muthesius-Hochschule Kiel
Prof. Dr. H. von Amelunxen
Christian Dworak
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