Bachelor-Projekte Sommersemester 2012

Die folgenden Themen für das im 6. Semester vorgesehene Bachelor-Projekt werden angeboten:

  • UsER (Usability Engineering Repository)

  • Betreuer: Marc Kammler

    Aufgabe:

    Das Usability Engineering Repository „UsER“ ist eine Kollaborationsplattform, die bei der Entwicklung von Software die Verwendung verschiedener Usability-Methoden unterstützt. Diese ermöglichen eine umfassende Analyse der späteren Benutzer sowie deren Nutzungskontext, mit dem Ziel, die Ergonomie bei der Gestaltung interaktiver Systeme zu erhöhen. Gebrauchstaugliche Software erhöht  die Produktivität, steigert die Arbeitsqualität, verringert Neben- und Schulungskosten und verbessert die Zufriedenstellung der Benutzer.

    Für die grafische Abbildung umfangreicher Geschäftsprozessmodelle existiert eine Reihe von Modellen. Das in diesem Projekt zu implementierende Modell BPMN 2.0 wurde im Jahre 2011 von der OMG verabschiedet. Es ermöglicht die grafische Darstellung der gesamten Prozesslandschaft einer Organisation in einer Prozesslandkarte. Darüber hinaus können Geschäftsobjekte mit Aktivitäten und Message Flows verknüpft werden.

     

  • Shareboard & NEMO (Network Environment for Multimedia Objects)
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    Betreuer: Florian Scharf, Jörg Cassens

    Aufgabe:

    Das ShareBoard ist eine Anwendung zum kollaborativen und verteilten Arbeiten an elektronischen Whiteboards. Ein- und Ausgabegeräte an unterschiedlichen Orten werden über das Internet gekoppelt. Den Benutzern werden eine virtuelle Zeichenfläche und Werkzeuge zur Verfügung gestellt, um gemeinsam an Dokumenten (insbesondere Zeichnungen) zu arbeiten.

    Die vorhandene Applikation soll in das NEMO-System integriert werden. NEMO ist eine Umgebung für den kontextualisierten, personalisierten, semantisch reichhaltigen und plattformunabhängigen Zugriff auf Kollektionen von multimedialen Objekten wie Bildern, Videos, Texten und Audiodateien sowie die Interaktion mit diesen.

    Im Rahmen des Bachelor-Projekts können für die Anwendungssysteme Shareboard und NEMO je nach Anzahl der Teilnehmer ein bis zwei Projekte definiert werden. Mögliche Aufgaben werden in Absprache mit dem Betreuer definiert und können umfassen: Austausch von Daten über NEMO, Suche nach multimedialen Objekte, Anzeige von NEMO-Multimediaobjekten. Gegebenenfalls soll die NEMO-Serverarchitektur um einen Streaming-Server erweitert werden. Zur besseren Unterstützung unterschiedlicher Geräteklassen (Shareboard, Mobiltelefone, Laptops, Multitouch-Geräte) soll der NEMO-Server um eine Komponente erweitert werden, welche die anzuzeigenden Multimediaobjekte an gerätespezifische Eigenschaften anpasst.

     

  • MACK (Modular Awareness Construction Kit) / MATe
  • Betreuer: Felix Schmitt, Jörg Cassens

    Aufgabe:

    MACK ist das Modular Awareness Construction Kit. Es stellt ein Framework zentraler Komponenten für den Bau kontextsensitiver, ambienter Computersysteme zur Ver­fügung. MACK und das darauf basierende Anwendungssystem MATe (MATe for Awareness in Teams) werden seit ca. 2 Jahren am IMIS entwickelt. Der AwarenessHub ist MACKs zentrale Messaging- und Verwaltungszentrale, die Ein- und Ausgaben von Sensoren und Aktuatoren unter Beachtung anwender­spezifischer Einstellungen weiterleitet. Reasoner versuchen, aus den Sensordaten semantische Schlüsse über die Umwelt des Systems zu ziehen, die sich in den Ausgaben der Aktuatoren spiegeln.

    Die differenzierte Architektur von MACK bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in Bezug auf Mensch-Computer-Interaktion, Interaktionsdesign, Künstliche Intelligenz, Netzwerktechnik und vieles andere mehr. Mögliche Themen wären z.B. die Anbindung externer Komponenten (soziale Netzwerke, Kalender) oder die Optimierung der vorhandenen Infrastruktur. Konkrete Projekte können in Absprache mit den Betreuern individuell entwickelt werden.

     

  • MoLES (Mobile Learning Exploration System)
  • Betreuer: Thomas Winkler

    Aufgabe:

    Das Mobile Learning Exploration System (MoLES) dient der Erstellung und Durchführung von Lernpfaden bzw. Lernspielen sowie der Präsentation von Informationen und Medien, die mobil erzeugt wurden.  

    Der Moles-Player besteht aus einer App für Smartphones. Er ermöglicht A-GPS-gestützte Geolokalisation sowie partielle Offline-Nutzung  durch das Vorausladen von Multimedialen Interaktiven Arbeitsbögen (MIA). Beim mobilen Lernen mit dem Moles-Player beantworten Lernende Fragen im Kontext reichhaltiger physischer Erlebnisse vor Ort (im Biotop, Betrieb, urbanen Raum, Museum, etc.) und speichern bei der Verwendung ihre Beobachtungen bzw. Ergebnisse. Integrierte Chat- und Benachrichtigungsfunktionen vereinfachen gemeinsames standortunabhängiges Bearbeiten der MIA. Mit dem Moles-Presenter können browserbasiert die beim mobilen Lernen gesammelten Informationen und erstellten Medien präsentiert oder aber – in naher Zukunft – via NEMO weiterverwendet werden.

    Im Bachelor-Projekt geht es darum, die MoLES-Plattform (http://moles.mesh.de) zu überarbeiten. Außerdem  soll die rein browserbasierte Nutzung des MoLES-Player (ohne die besonderen Features der MoLES-Player-Apps) und eine einfache Version des MoLES-Presenter realisiert werden.