Gamification als Alternative zur Aufwandsentschädigung in spieltheoretischen Experimenten zum Thema Sozialverhalten

Art der Abschlussarbeit

Status der Arbeit

Betreuer/in

Hintergrundinformationen zu der Arbeit

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung der Auswirkungen von
Gamification-Elementen in einem spieltheoretischen Experiment zum Thema
Sozialverhalten. Sie verfolgt das Ziel, die Wirkung dieser Elemente auf die Motivation der
Studienteilnehmer zu evaluieren und dabei individuelle Persönlichkeitsmerkmale zu
berücksichtigen. Anhand der Analyse wird eine nicht gamifizierte und eine gamifizierte
Webanwendung, die Gamification-Elemente einschließt, entwickelt. Der Forschungsansatz
basiert auf einem Between-Subjects Design, wobei jede teilnehmende Person lediglich eine
der beiden zu entwickelten Anwendungen zur Verfügung gestellt bekommt. Die Studie
umfasst neben der experimentellen Durchführung auch die Anwendung eines Fragebogens,
der sowohl die Erfassung von demografischen Daten als auch die Einschätzung der
Motivation und des Nutzererlebens ermöglicht. Dabei wird sowohl der UEQ (User
Experience Questionnaire) als auch die ATI-Skala (Affinity for Technology Interaction
Scale) genutzt, um umfassende Daten zu den Reaktionen und Erfahrungen der Teilnehmer
sicherzustellen. Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die Anwendung von Gamification-
Elementen vergleichbare Nutzungsmotivation wie der traditionelle Ansatz der
Aufwandsentschädigung hervorbringen kann, wobei diese Ergebnisse von individuellen
Persönlichkeitsmerkmalen beeinflusst werden. Die Ergebnisse der UEQ-Auswertung zeigen
signifikante Unterschiede in der wahrgenommenen Attraktivität und Stimulation zwischen
der gamifizierten und der nicht gamifizierten Version. Diese Erkenntnisse tragen zur
Diskussion der Effektivität von Gamification-Elementen bei und bieten Ansätze für eine
gezieltere Gestaltung von spielerischen Anwendungen in sozialen Experimenten. Die
Forschungsergebnisse legen nahe, dass Gamification-Elemente in einem spieltheoretischen
Kontext eine vielversprechende Methode darstellen, um die Motivation der Teilnehmer zu
erhalten und die Interaktionen in sozialen Experimenten zu verbessern. Zudem verdeutlichen
sie die Wichtigkeit der Berücksichtigung individueller Persönlichkeitsmerkmale, um die
Wirksamkeit solcher Elemente besser zu verstehen und gezielt anpassen zu können.

Prüfling
Melanie Breede

Starttermin

Apr 2023

Abgeschlossen

Nov 2023