Nutzungsbereitschaft von kontaktlosen Sonografie-Geräten bei Kindern: Validierung eines Fragebogens zur Erhebung psychologischer Faktoren
Art der Abschlussarbeit
- Bachelorarbeit
Status der Arbeit
- Abgeschlossen
Betreuer/in
Hintergrundinformationen zu der Arbeit
Pädiatrische Unterarmfrakturen sind von hoher klinischer Relevanz und gehören zu den häufigsten Verletzungen im Kindesalter. Für die Diagnostik solcher Frakturen wird standardmäßig Röntgenstrahlung eingesetzt, die gesundheitsschädlich ist. Sonografie, als strahlungsfreie Alternative zur Radiografie, liefert zwar ein vergleichbares Ergebnis in der diagnostischen Güte, birgt in der Umsetzung jedoch neue Herausforderungen. So kann es beispielsweise aufgrund des direkten Kontakts zwischen der Ultraschallsonde und der betroffenen Region zu potenziellen Schmerzen der Patient:innen kommen. Die SonoBox ist ein neues Gerät, das es ermöglicht, Sonografie robotergesteuert und kontaktlos in der Diagnostik von Unterarmfrakturen einsetzen zu können. Bisher ist unklar, ob Kinder und Jugendliche im Falle eines Armbruchs bereit dazu wären, sich von kontaktlosen Ultraschallgeräten wie der SonoBox untersuchen zu lassen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erhebung von Nutzungsbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen gegenüber der SonoBox. Die theoretische Grundlage des Fragebogens bildet eine adaptierte Version der Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT), die um die Faktoren Trust und Anxiety erweitert wurde. Zur Validierung wurde der Fragebogen in einer Onlinestudie eingesetzt, in der eine simulierte Untersuchung mit der SonoBox gezeigt wird. Die Stichprobe besteht aus N = 33 Kindern und Jugendlichen. Regressionsanalytisch konnte das Modell die Varianz in der Nutzungsbereitschaft nicht signifikant erklären. Aufgrund der kleinen Stichprobe sind die Ergebnisse explorativ zu interpretieren und bedürfen weiterer Überprüfung in größeren Stichproben. Exploratorisch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass affektive Faktoren einen stärkeren Beitrag zur Nutzungsbereitschaft leisten als kognitive Faktoren. Zudem zeigte sich eine signifikante positive Korrelation zwischen Trust und Social Influence.
Starttermin
Jun 2025
Abgeschlossen
Jan 2026