GameJam

Partizipative Game-Based Leaning Units

Period: From April 2026 to March 2028

Projektbeschreibung

Das Freiraum-Projekt „GameJam – Partizipative Game-Based Learning Units“ entwickelt und erprobt ein innovatives Wahlmodul für die Hochschullehre des Masterstudiengangs Medieninformatik, das partizipative Lehre, Game-Based Learning und Peer-Teaching miteinander verbindet. Ziel des Projekts ist es, komplexe theoretische und mathematische Inhalte für Studierende zugänglicher zu machen und gleichzeitig neue Formen studentischer Mitgestaltung in der Hochschullehre zu etablieren.

Im Zentrum des Moduls steht ein zweitägiger GameJam, in dem Studierende selbstgewählte, herausfordernde Fachkonzepte aus ihrem Studium in interaktive spielbasierte Lernanwendungen – sogenannte Game-Based Learning Units (GBLUs) – übersetzen. Die entwickelten Lernspiele richten sich an Studierende niedrigerer Semester und sollen als motivierende, niedrigschwellige Lernzugänge in bestehende Lehrveranstaltungen integriert werden. Dadurch entsteht ein wachsendes Portfolio partizipativ entwickelter Lernressourcen, das die Lehre nachhaltig ergänzt und diversere Lernpfade ermöglicht.

Das Modul ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert: In der Vorbereitungsphase erwerben die Teilnehmenden Grundlagen in Game Design, Storytelling und spielbezogenen Software-Designpatterns. Gleichzeitig reflektieren sie unterschiedliche Lernzugänge und entwickeln erste Konzepte für ihre GBLUs. Im anschließenden GameJam setzen die Teams ihre Ideen prototypisch um und reflektieren in mehreren Feedbackschleifen sowohl ihre Zusammenarbeit als auch die didaktische Qualität ihrer Projekte. In der Ergebnissicherungsphase werden die entstandenen Lernspiele innerhalb der Modulkohorte evaluiert und weiterentwickelt, bevor sie im darauffolgenden Semester in die reguläre Lehre eingebunden werden.

Das Projekt wird in zwei Iterationen durchgeführt. Die erste Durchführung des Wahlmoduls startet im Wintersemester 2026/27 im Studiengang Medieninformatik. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine Überarbeitung des Konzepts ein, bevor das Modul im Wintersemester 2027/28 erneut durchgeführt und perspektivisch für weitere Studiengänge geöffnet wird. Ergänzend werden die Projektergebnisse gemeinsam mit Studierenden für wissenschaftliche Konferenzen und Transferformate aufbereitet.

Didaktisch orientiert sich das Projekt an konstruktivistischen Lernansätzen und versteht Lernen als co-konstruktiven, sozialen Prozess. Studierende übernehmen Verantwortung für die Vermittlung von Wissen, reflektieren ihre eigenen Lernprozesse und stärken fachliche, technische sowie transformative Kompetenzen wie Kreativität, Problemlösefähigkeit, Perspektivenübernahme und Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig schafft das Projekt einen Raum, in dem studentische Partizipation nicht nur als Methode, sondern als strukturwirksames Element nachhaltiger Hochschulentwicklung erlebbar wird. Durch kontinuierliche Evaluationen und Feedbackschleifen werden sowohl die Wirkung des Formats als auch die Qualität der entwickelten Lernspiele fortlaufend untersucht. 

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Project Lead


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