Menschzentrierte Entwicklung eines digitalen Kapazitätsnachweissystems für die Geburtshilfe

Art der Abschlussarbeit

Status der Arbeit

Hintergrundinformationen zu der Arbeit

Kapazitätsdaten der Fachbereiche Geburtshilfe und Neonatologie werden in Deutschland weder zentral noch in Echtzeit dem Kreißsaalpersonal oder Schwangeren zur Verfügung gestellt. Wenn ein Kreißsaal temporär abgemeldet ist, wird dieser nicht mehr vom Ret-tungsdienst angefahren. Schwangeren steht diese Information nicht zur Verfügung, so-dass diese zur Geburt eigenverantwortlich in den abgemeldeten Kreißsaal fahren. Selbst-einweisende Frauen werden ersteinschätzend behandelt und bei Bedarf stationär aufge-nommen. Wenn die Behandlungskapazitäten unzureichend sind, kommt es zu einer Ab-weisung. Die einhergehende Vermittlung von einem alternativen Kreißsaal, die mit tele-fonischer Kontaktierung der umliegenden Kreißsäle sowie Aufklärungen und Beratungen vom Kreißsaalpersonal einhergeht, ist zeitintensiv. Die fehlende Transparenz über Kapa-zitäten in der Geburtshilfe und Neonatologie führt zu einer Fehlsteuerung sowie zu einem ineffizienten Vermittlungsmanagement.

Ein digitales Kapazitätsnachweissystem bietet die Möglichkeit, freie Kapazitäten bundes-weit, zentral und in Echtzeit aufzuzeigen, um Ressourcen regional effizient zu nutzen. Im Rahmen dieser Arbeit wird mit der Methode des Human-centered Designs mensch-zentriert ein Prototyp für eine Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein digitales Kapazitäts-nachweissystem in der Geburtshilfe entwickelt und evaluiert.

Prüfling
Caroline Agricola

Starttermin

Aug. 2021

Abgeschlossen

März 2022

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