Prototypische Weiterentwicklung einer progressiven Web-App für die Dysphagietherapie bei Parkinson-Krankheit unter Nutzung des Human-Centered Design
Art der Abschlussarbeit
- Masterarbeit
Status der Arbeit
- Abgeschlossen
Betreuer/in
Hintergrundinformationen zu der Arbeit
Hintergrund: Dysphagie bei Parkinson-Krankheit verursacht Aspirationspneumonien, die als eine der häufigsten Todesursachen zählen. In der logopädischen Dysphagiethe-rapie wird vor allem physisches Material genutzt, jedoch gehen solche Arbeitsblätter häu-fig verloren oder die Darstellung erscheint wenig ansprechend. Das Eigentraining stellt jedoch für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg einen wichtigen Kernfaktor dar und sollte dementsprechend bestmöglich angeleitet, unterstützt und gefördert werden. Hierzu wurde von Emmert (2023) im Rahmen einer Bachelorarbeit eine Dysphagietherapie-App konzipiert und in Form einer progressiven Web-App mit Hilfe eines Softwareentwicklers umgesetzt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die prototypische Weiterentwicklung und Optimierung der Gebrauchstauglichkeit der vorhandenen Dysphagietherapie-App unter Nutzung des Human-Centered Design.
Methoden: Es wurden zunächst Ad-hoc Personas zur Repräsentation der Nutzenden ausgearbeitet. In einer nächsten Phase wurde die Dysphagietherapie-App von drei Ex-pert*innen aus dem Fachbereich der Logopädie sowie vier Expert*innen der Human-Computer Interaction hinsichtlich der Gebrauchstauglichkeit und anderer fachlich-rele-vanter Inhalte evaluiert. In einem nächsten Schritt wurden Nutzungsanforderungen an die Anwendung abgeleitet und priorisiert, die dann die Grundlage für den klickbaren Prototy-pen darstellten. Der Klickdummy wurde auf der Plattform Figma gestaltet und abschlie-ßend von fünf Personen mit Parkinson-Krankheit qualitativ und quantitativ hinsichtlich der Gebrauchstauglichkeit bewertet. Alle qualitativen Ergebnisse wurden inhaltsanalytisch und quantitative Ergebnisse nach einem standardisierten Vorgehen ausgewertet.
Ergebnisse: Es konnten 52 Anforderungen in den klickbaren Prototypen überführt wer-den. Die Erhebungen mit Personen mit Parkinson-Krankheit ergaben eine sehr positive Bewertung der Gebrauchstauglichkeit in der quantitativen Bewertung. In der qualitativen Auswertung wurden 39 Anforderungen vollständig und 12 Anforderungen teilweise be-stätigt. Es zeigte sich jedoch auch weiteres Optimierungspotenzial der App, das in weite-ren Iterationen berücksichtigt werden muss.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse verdeutlichen die Eignung des menschzentrierten Gestaltungsprozesses zur Optimierung der Gebrauchstauglichkeit, betonen aber auch methodische Grenzen und fordern weitere Iterationen.
Starttermin
Juli 2025
Abgeschlossen
Jan. 2026