Virtual Reality in der nutzerzentrierten Entwicklung von Flugsicherungsarbeitsplätzen

Art der Abschlussarbeit

Status der Arbeit

Hintergrundinformationen zu der Arbeit

Die Flugsicherung stellt ein zentrales Element des globalen Flugverkehrs dar. In Deutschland wird diese Aufgabe von der „Deutsche Flugsicherung GmbH“ (DFS) übernommen. Hierfür arbeiten Fluglotsen rund um die Uhr, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Dabei werden verschiedene Arbeitskonsolen und Softwaresysteme eingesetzt, welche von der DFS entwickelt werden. Ein zentraler Bestandteil der Entwicklung der Konsolen und Systeme ist das Evaluieren von Konzepten durch Prototypen. Durch technische Fortschritte und sich verändernde Standards müssen die Arbeitsplätze und Anwendungen konstant weiterentwickelt werden. Es existiert kein finaler Zielzustand, an dem die Arbeitsplatzentwicklung dauerhaft beendet ist.
Die virtuelle Realität ermöglicht es, Konzepte und Modelle in einer realen Skalierung betrachten, modellieren und evaluieren zu können, ohne diese durch einen physischen Prototyp umzusetzen. Das Umsetzungskontingent für physische Prototypen ist beschränkt, wodurch nur ein Teil aller Konzepte evaluiert werden kann. Die virtuelle Realität stellt auf Basis der technischen Fortschritte und wissenschaftlichen Erkenntnisse einen logischen nächsten Schritt als Werkzeug in der Umsetzung von Prototypen dar.
Es wird die Frage gestellt, ob die virtuelle Realität in der Arbeitsplatzentwicklung im Kontext der Flugsicherung eingesetzt werden kann. Falls dies der Fall ist, gilt es weiterhin zu ermitteln, in welchen Fällen die virtuelle Realität das klassische Prototyping ersetzen oder sich mit diesem ergänzen kann. Um diese Fragen zu beantworten, werden der Stand der Forschung und die Entwicklungsabläufe der DFS betrachtet, um mögliche Anwendungsbereiche zu ermitteln. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird ein erster Prototyp mit einem Teil aller Anwendungsmöglichkeiten implementiert und evaluiert. Final werden die Fragestellungen beantwortet und ein Ausblick gegeben, in welcher Form die virtuelle Realität in die bestehenden Entwicklungsstrukturen integriert werden kann. Es konnten verschiedene Anwendungsbereiche identifiziert werden, in welchen die virtuelle Realität einen Mehrwert darstellt. Dabei wurde deutlich, dass bestehende Prototypen virtuell abgebildet werden können und bisher nicht umsetzbare Prototypen im virtuellen Raum realisierbar sind.

Prüfling
Stefan Scheunemann

Starttermin

März 2023

Abgeschlossen

Sep 2023

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