CoCharge

Mensch-Maschine-Schnittstellen für kooperative Ressourcenregulation bei der intelligenten Elektromobilität

Zeitraum: Seit August 2021 bis Juli 2024

Projektbeschreibung

 

Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit sind zunehmend wichtige Zielkriterien für die Gestaltung von Mensch-Maschine-Systemen. Gerade im Kontext Mobilität und Energie stellt sich die Frage, wie eine optimale Ressourcenregulation durch ein kooperierendes Zusammenwirken von Menschen und technischen Systemen erreicht werden kann.

Der theoretische Leitgedanke der Kooperation zwischen Mensch und Maschine ist ein vielversprechender Ansatz für die Gestaltung zukünftiger Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMIs), gerade in einer Welt technischer Ökosysteme, die immer mehr Software-Agenten mit Fähigkeiten künstlicher Intelligenz (KI) umfassen. Die Auswirkungen kooperativer HMI-Designs auf die menschliche Entscheidungsfindung, Ressourcenregulation und auf das Erleben in der Handlungsregulation (Facetten der User Experience) ist jedoch bisher wenig untersucht.

KI Interface

Kooperation kann besonders in solchen Kontexten ein vielversprechendes theoretisches Leitprinzip sein, in denen HMIs darauf abzielen, Ressourcentransaktionen zwischen verschiedenen Agenten in Bezug auf Ressourcen wie z.B. Zeit, Energie, Flexibilität (bzw. insgesamt ökonomisch/ökologisch wertvollen Ressourcen) zu unterstützen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen ergibt sich eine solche Situation beispielsweise in Bezug auf das Laden von Elektrofahrzeugen.

Das Projekt CoCharge untersucht, wie sich mit Design-Strategien für HMIs, die auf kooperatives Verhalten zwischen menschlichen und maschinellen Agenten abzielen, ein ‘Gefühl des kooperativen Handelns’ in Situationen erzielen lässt, in denen die Notwendigkeit und die Potenziale von Kooperation nicht unmittelbar salient sind. Die zentrale Frage ist damit, wie es durch das Systemdesign für Nutzende so einfach wie möglich gemacht werden kann, optimal kooperativ zu handeln.

vier Fahrzeuge auf einem Parkplat

Das Projekt CoCharge ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Honda Research Institute (HRI) Europe (www.honda-ri.de) mit einem Fokus auf angewandter Grundlagenforschung im Bereich Ingenieurpsychologie und menschzentrierte Systemgestaltung. Im Projekt werden theoretische Konzepte aus Ingenieurpsychologie, Verhaltensökonomie und angrenzenden Gebieten integriert und in empirischen Nutzerstudien zur Anwendung gebracht. Das Projekt ergänzt bestehende Forschungsaktivitäten zur menschzentrierten Systemgestaltung im Kontext VxG-Laden an der Universität zu Lübeck (z.B. das Projekt ReNuBiL www.renubil.de und das Projekt MASIRI) sowie zu neuen Prinzipien kooperativer intelligenter Systeme bei HRI.

Wollen Sie tiefer in die Projektthematik einsteigen?

Videos zum Thema Ressourcenregulation & VxG-Laden auf unserem YouTube-Kanal:

  1. Workshop-Video zu ReNuBiL & VxG-Laden (inkl. Impulsvortrag Honda R&D): https://youtu.be/637d18xkBj0
  2. Kurz-Teaser zur Psychologie von VxG: https://youtu.be/14ONc_7Nbd8
  3. Workshop-Überblick über aktuelle Projekte im Bereich nachhaltige Mobilität: https://youtu.be/3q9WfaAKLGg

Beispiel-Paper von Honda RI zu Systematiken der Mensch-Maschine-Kooperation:

  1. Krüger, M., Wiebel, C. B., & Wersing, H. (2017, October). From tools towards cooperative assistants. In Proceedings of the 5th International Conference on Human Agent Interaction (pp. 287-294).
  2. Sendhoff, B., & Wersing, H. (2020, September). Cooperative Intelligence-A Humane Perspective. In 2020 IEEE International Conference on Human-Machine Systems (ICHMS) (pp. 1-6). IEEE.

Projektförderer

Projektpartner

Projektleitung

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Thomas Franke Dipl.-Psych.

Professor für Ingenieurpsychologie und Kognitive Ergonomie

franke [at] imis.uni-luebeck.de

Projektbeteiligte

Markus Gödker M.Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

goedker [at] imis.uni-luebeck.de

Tim Schrills M.Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

schrills [at] imis.uni-luebeck.de